Nikon F50

Im Jahr 1994 wird die Nikon F50 vorgestellt. Sie ist das Nachfolgemodell für die F401 Serie. Gedacht in erster Linie für Hobbyfotografen, bietet sie zwei grundlegende Betriebsmodi, ''Simple'' und ''Advanced''.

In der Betriebsart ''Simple'' hat der Fotograf die Möglichkeit, aus vier Programmen zu wählen. Damit werden Aufnahmesituationen, die am häufigsten vorkommen, vollautomatisch und perfekt gemeistert - eine große Hilfe für den Fotografen, um sich voll auf das Motiv konzentrieren zu können. Im ''Simple Mode'' funktioniert die Kamera so einfach wie eine Kompaktkamera.

Aber auch für fotografische Herausforderungen ist die Nikon F50 geeignet. Durch die Betriebsart ''Advanced'' bietet sie dem ambitionierten und geübten Fotografen erweiterte Aufnahmemöglichkeiten. Die zusätzlichen Motivprogramme für spezielle fotografische Aufgabenstellungen erleichtern dem Fotografen die Arbeit. Blenden- und Zeitautomatik und die manuelle Belichtungseinstellung geben ihm aber auch die Möglichkeit zu experimentieren und sein Bild nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Die flexible Programmautomatik erlaubt eine Änderung der Zeit- Blendenkombination.

Die Nikon F50 bietet also zwei Bedienungsebenen:
eine für die unbeschwerte Schnappschussfotografie und eine für die unendlich vielfältigen Möglichkeiten der ''echten'' Spiegelreflexfotografie. Deshalb gibt es zur Nikon F50 auch zwei Bedienungsanleitungen. Die eine mit nur vier Seiten für die Betriebsart ''Simple'', und die zweite für die Betriebsart ''Advanced'' im üblichen Umfang für gehobene kreative Anwendungen der Kamera.

Die Betriebsart ''Simple'' verfügt über
folgende Belichtungsprogramme:


Universalprogramm

Landschaftsprogramm

Porträtprogramm

Nahaufnahmeprogramm


Die Betriebsart ''Advanced'' bietet
als zusätzliche Möglichkeiten:

Sportprogramm

Landschaftsprogramm

Nachtprogramm

Bewegungsprogramm

Blendenautomatik

Zeitautomatik

manuelle Belichtungseinstellung

Ganz neu ist das Bedienungskonzept der Nikon F50. Ein LC-Display auf der Kameraoberseite und darüberliegende Funktionstasten führen den Fotografen durch das Programm-Menü. Große, leicht verständliche Symbole melden jede einzelne Betriebsart, und Pfeile im Monitor zeigen auf die jeweils zu nutzenden Funktionstasten. Durch Druck auf die Funktionstaste wird die gewünschte Betriebsart angewählt. Diese fortschrittliche Technik ist einfach zu bedienen und führt den Fotografen auf logischem Wege durch die einzelnen Bedienungsschritte.

Der hochempfindliche Autofokus-Sensor ''Advanced AM200'' in der Nikon F50 sorgt für schnelle und präzise Scharfeinstellung, und das AF-System schaltet bei bewegten Objekten automatisch auf dynamische Schärfennachführung. Die Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung des Objekts wird blitzschnell ermittelt und die Schärfe auf jene Entfernung eingestellt, in der sich das Motiv im Moment der Aufnahme befindet. Außer Einzel-Autofokus bietet die F50 kontinuierlichen Autofokus mit Schärfenpriorität. Natürlich ist auch manuelle Fokussierung mit elektronischer Einstellhilfe möglich. Die helle BriteView-Einstellscheibe garantiert ein klares Sucherbild, auch bei schwachem Licht.

Ob es sich um ein helles oder dunkles Motiv oder eine Gegenlichtsituation handelt, die Nikon F50 ermittelt Motivhelligkeit und -kontrast durch die Sechszonen-Matrixmessung. Noch genauer wird die Belichtung durch die 3D-Matrixmessung in Kombination mit den neuen D-Nikkor-Objektiven. Bei dieser Meßmethode wird die Entfernung zum anvisierten Hauptobjekt gemessen und in die Belichtungsmessung miteinbezogen. Das Ergebnis sind perfekt belichtete Aufnahmen auch bei schwierigen Lichtverhältnissen. Bei manueller Belichtungsmeßmethode schaltet die Kamera automatisch auf mittenbetonte Messung um.

 
Reicht das vorhandene Licht nicht aus, blinkt im Sucher das Blitzsymbol. Auf Knopfdruck klappt das Blitzgerät heraus, das Meßsystem der Kamera ermittelt die Hintergrundhelligkeit und steuert die Blitzleistung zur optimalen Belichtung des Motiwordergrundes. Durch matrixgesteuertes Aufhellblitzen lassen sich harte Schatten und kontrastreiche Gegenlichtmotive aufhellen. Dadurch ergibt sich eine ausgewogene Gesamtbelichtung. Die kürzeste Synchronzeit beträgt 1/125 s.

Als weitere Ausstattungsmerkmale bietet die Nikon F50 Langzeitbelichtung in T-Stellung, Belichtungskorrekturen von -5 bis +5 EV in 1/2 EV-Stufen und einen Belichtungsspeicher sowie einen Selbstauslöser mit einer Vorlaufzeit von 10 s. Auf Tastendruck speichert die Nikon F50 auch die bevorzugte Belichtungsfunktion, die danach jederzeit schnell aufgerufen werden kann.

Die F50 ist auch mit einer Datenrückwand erhältlich. Damit läßt sich das Datum der Aufnahme die rechte untere Bildecke einbelichten. Die Einbelichtung kann in beliebig viele Bilder des Films vorgenommen werden. Jedoch muß man sich gleich beim Kauf für oder gegen eine Datenrückwand entscheiden, denn nachträglich einbauen läßt sie sich nicht.