Nikon F60

Die Nikon F60 ermöglicht zu einem moderaten Preis den Einstieg in das aktuelle Nikon System. Sie bietet Drei-D-Matrixmessung (mit AF-Nikkoren ohne D-Chip nur Matrixmessung) mit sechs Meßfeldern oder mittenbetonte Integralmessung 75/25.

Manuelle Nikkore erlauben ausschließlich die mittenbetonte Messung, da sie nicht über die eingebaute CPU der AF-Objektive verfügen. Die gemessene Belichtung kann gespeichert und der Bildausschnitt nach der Messung noch verändert werden. Die Belichtungsmessung arbeitet innerhalb eines Bereiches von EV 1 bis EV 20, bezogen auf 100/21° ISO und ein Objektiv 1:1,4.

Passend für die anvisierte Zielgruppe kann die Belichtungssteuerung nicht nur in den vier mittlerweile üblichen Modi Programmautomatik (shiftbar), Zeit- und Blendenautomatik und manuelle Steuerung erfolgen, sondern auch durch fünf Motivprogramme: Portrait, Landschaft, Nahaufnahmen, Sport, Nachtaufnahmen. Die von der Kamera gewählte Belichtung kann vom Fotografen noch in halben Stufen um plus/minus drei Blenden variiert werden. Der Verschlußzeitenbereich der Nikon F60 erstreckt sich von 30 sec. bis 1/2000 sec. Die Zeiten können in halben Stufen eingestellt werden.

Die kürzeste Synchronzeit beträgt 1/125 sec., der eingebaute Blitz erlaubt - je nach Objektiv - matrixgesteuertes Aufhellblitzen, Langzeit-Synchronisation und drahtlose TTL-Blitzsteuerung mit einem Nikon TTL-Blitz und dem Fotozellen-Fernauslöser SU-4. Weiterhin bietet er die Vorblitz-Funktion gegen rote Augen an.

Die Wahl der Belichtungsprogramme erfolgt bei der Nikon F60 nicht mehr über die Kombination von Tipptasten und Einstellrad, sondern an einer Programm-Wahlscheibe auf der linken Oberseite der Kamera. Mittels Schnellrückstellung läßt die Nikon F60 sich problemlos auf ihre Grundfunktionen zurücksetzen.

Der Autofokus der Nikon F60 ist präzise und schnell; nur bei schwach ausgeprägten horizontalen Strukturen kann es vorkommen, daß er ''aussteigt''. Dann reicht es aus, die Kamera ein wenig zu drehen, damit der Sensor das Motiv wieder erfaßt. Für Situationen, in denen es zu dunkel zum Scharfstellen ist, besitzt die Nikon F60 ein AF-Hilfslicht, das sich bei Bedarf automatisch zuschaltet.

Der Autofokus der Nikon F60 arbeitet mit Schärfe-Priorität, d.h., die Kamera löst nur aus, wenn der AF-Sensor ihr meldet, daß scharfgestellt ist. In der Grundeinstellung arbeitet die Kamera mit mit statischem Autofokus. Wenn der AF-Sensor ein bewegtes Motiv erfaßt, schaltet die Nikon F60 automatisch auf dynamische Schärfennachführung um. Die Schärfenpriorität bleibt dabei erhalten. Nur im Sportprogramm ist die Schärfennachführung permanent aktiviert. Außerdem wechselt die F60 im Sportprogramm in die Serienbild-Schaltung, etwa 1 Bild/sec. Ansonsten ist standardmäßg die Einzelbildschaltung aktiviert.

Der Sucher der Nikon F60 ist hell und übersichtlich konzipiert; außer dem AF-Meßfeld und dem 12-mm-Meßkreis zur Anzeige des Schwerpunktes bei mittenbetonter Belichtungsmessung ist auf dem eigentlichen Sucherbild nichts zu sehen. Alle relevanten Anzeigen im Sucher sind auf der LC-Anzeigenleiste unten im Sucherbild abzulesen. Der Sucher zeigt 90% des Bildformates. Das Sucherokular besitzt eine Korrekturmöglichkeit von -1 bis +1,5 Dioptrien für Fehlsichtige.

Der Selbstauslöser arbeitet mit 10 sec. Vorlaufzeit. Der Motor der F60 spult den Film am Filmende automatisch zurück, wahlweise ist auch früheres Rückspulen möglich. Die Stromversorgung erfolgt durch zwei Lithiumzellen à 3 V (CR123A oder DL123A).

Die Nikon F60 ist in Schwarz oder Silbergrau erhältlich. Es ist auch eine D-Version erhältlich, deren Datenrückwand das Aufnahmedatum in die rechte untere Bildecke einbelichtet.