Ein Jahr nach Erscheinen der FM2 wurde die FE zur Nikon FE 2 aufgerüstet. Natürlich mit dem neuen Superverschluß mit 1/4000 Sek. und 1/250 Sek. Blitzsynchronzeit.
Mit der Nikon FE2 kamen die neuen Einstellscheiben vom Typ K 2, B 2 und E 2, die eine um etwa 1/3 Blende gesteigerte Helligkeit aufweisen.
Um die Erschütterungen durch den Schwingspiegel noch weiter zu
reduzieren, ist unter dem Spiegel eine gegenläufige Platte eingebaut.
Selbstverständlich hat die Nikon FE2 auch die TTL-Blitzsteuerung
eingebaut, wirksam im Bereich von ISO 25/15 bis 400/27. Wird dieser
Bereich unter- oder überschritten, warnt die Nikon FE2 durch die
blinkende Bereitschaftsanzeige. Bei versehentlichem Einstellen einer
manuellen Verschlußzeit über 1/250 Sek. regelt die Elektronik
automatisch auf 1/250 Sek. herunter.
Vorteilhaft für das Aufhellblitzen am Tage ist die
Tatsache, daß trotz angesetztem Blitzgerät die Belichtungsmessung aktiv
bleibt, um eine optimale Anpassung zwischen Blitz- und Dauerlicht zu
ermöglichen. Bei der Belichtungsmessung vertraute man auf die in der FE
und EL2 bewährte Meßelektronik mit zwei SPD-Meßzellen.
Die damaligen Prospekte sparten nicht mit
Fachchinesisch dazu: ''Ein bewährter bi-MOS IC und hochempfindliche
Meßzellen übernehmen die Lichtmessung. Ein LSI in I 2 L-Technik bildet
die Verschlußzeiten stufenlos...''. Alles klar? Wenn der ''LSI in I 2
L-Technik'' mal nicht arbeiten kann, weil die Batterien erschöpft sind,
stehen dem Fotografen immer noch die mechanische Notzeit und die
B-Stellung zur Verfügung.
Bis zur ''1'' im Bildzählwerk arbeitet die Nikon FE2
mit 1/250 Sek. Ein spezieller Batterie-Check ist im Gegensatz zur FE
nicht mehr vorhanden. Die Belichtungskorrektur ist jetzt in 1/3-Stufen
rastbar und bekommt eine Leuchtdiode im Sucher, die dem Fotografen die
eingeschaltete Korrekturfunktion signalisiert. Trotz der vielen
Modifikationen und Verbesserungen ist die Nikon FE2 der 11 Jahre älteren
EL so ähnlich, daß ein Umsteigen von der einen auf die andere
problemlos möglich ist.
Als die Produktion der Nikon FE2 Ende 1987
eingestellt wurde, ging ein Aufschrei durch die Nikon Fan-Gemeinde, und
die Preise für eine gebrauchte Nikon FE2 schossen nach oben, teilweise
über den Neupreis. Gehörte sie doch noch zu der immer kleiner werdenden
Gruppe der klassischen Spiegelreflexkameras ohne eingebauten Motor,
Multiprogramme und Autofokus.